Die Familie ist mehr als die Summe der Einzelpersonen, aus der sie besteht!

 

Wir werden in eine Familie hineingeboren und übernehmen darin bestimmt Rollen, Verhaltensmuster und Handlungsstrategien. Diese geben wir wiederum bewusst oder unbewusst an unsere Kinder weiter.

Eine Familie ist ein komplexes Gebilde, das empfindlich auf Veränderungen von außen oder im Inneren reagiert. Da ist z.B.

  • die Dreijährige, die gerade den "Aufstand der Zwerge" probt
  • der 15-jährige Sohn, der Schule und Regeln "total uncool" findet
  • die Frau, die nach der Erziehungszeit wieder in ihren Beruf zurück möchte
  • der 80-jährige Schwiegervater, der pflegebedürftig wird

 

Die Liste von vorhersehbaren und unvorhersehbaren Ereignissen ließe sich endlos fortführen. Dabei ist nicht nur ein Teil der Familie betroffen, sondern die Situation bedeutet eine Veränderung für das gesamte Gefüge. Das Mobilé gerät ins Wanken und alle Beteiligten sind gezwungen, eine neue Position zu finden. Dies geschieht in den seltensten Fällen ohne Spannungen und Konflikte.

 

Die systemische Familientherapie schaut sowohl auf das größere Ganze, als auch auf die einzelnen Systemmitglieder. Welche Rollen müssen überdacht, welche Verhaltsmuster können verändert werden. Wie kann jeder Einzelne in der neuen Situation eine für ihn passende Position finden.


Es kann notwendig werden, dass alle oder mehrere der beteiligten Familienmitglieder an den Gesprächen teilnehmen. Diese Frage werden wir je nach Situation gemeinsam klären.